OB Clausen beweist Unkenntnis der Situation

Pit Clausen beweist mit seiner Kritik am Vorgehen der Erstaufnahmeeinrichtung Dortmund seine erschreckende Unkenntnis der Situation und der Organisation der Flüchtlingsaufnahme. Aktuell kommen rund 80 Prozent aller Flüchtlinge in Nordrhein-Westfalen in Dortmund an, dabei ist die Einrichtung nur für 350 Flüchtlinge ausgelegt. Die Einrichtung ist durchgehend doppelt belegt und kann zurzeit nur noch als Durchlauf für die Hilfesuchenden funktionieren.

Die Bielefelder Erstaufnahmeeinrichtung ist die größte in ganz Nordrhein-Westfalen und trägt damit natürlich eine Verantwortung für einen fairen Lastenausgleich. Anstatt das Verhalten der Stadt Dortmund zu kritisieren, sollte Herr Clausen es als Hilfeschrei verstehen und seine Kritik an die Adresse richten, wo sie richtigerweise hingehört: An die rot-grüne Landesregierung. Spätestens seit der Ministerpräsidentenkonferenz am 18. Juni musste der Landesregierung klar sein, dass dringend weitere Erstaufnahmeeinrichtungen benötigt werden. Ein schnelles Handeln hätte die untragbare Situation für die Flüchtlinge und Kommunen sicherlich entschärfen können.

So zu tun, als ob das Verhalten der völlig überlasteten Einrichtung in Dortmund der Grund für die sich verschärfende Situation in Bielefeld ist, ist schlichtweg falsch!