Flüchtlingskrise nur gemeinsam zu lösen

Die Unterbringung von Flüchtlingen in Sporthallen ist auf Dauer für die Vereine nicht tragbar und auch für die Flüchtlinge keine langfristig akzeptable Lösung. Frei nach dem Motto: Not kennt kein Gebot, müssen wir uns aber auch immer die Alternativen und die aktuelle Situation vor Augen führen. Allen Beteiligten muss klar sein, dass die Belegung von Sporthallen durch Flüchtlinge immer aus der Not heraus geboren ist. Gleichwohl sind eine frühzeitige Information und eine enge Abstimmung mit dem organisierten Sport zwingend erforderlich.

Die Landesregierung ist in der Pflicht, alle Möglichkeiten für flexible und langfristig praktikable Unterbringungsmöglichkeiten zu prüfen und in enger Kooperation mit den Kommunen den Neubau von Wohnraum zu beschleunigen.


Die aktuelle Flüchtlingskrise ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. In dieser schwierigen Situation kann die Sportgemeinschaft zeigen, was sie zu leisten im Stande ist. Sei es durch die gelebte Solidarität zwischen den betroffenen Vereinen durch gemeinsame Trainingseinheiten in freien Turnhallen oder kreative Ideen und Lösungen.


Jede Situation bietet immer auch Chancen. Diese gilt es, zu erkennen und zu nutzen. Ein gegenseitiges Ausspielen von Vereinen und Flüchtlingen darf es nicht geben. In Zeiten, in denen vermeintlich besorgte Bürger den Ton in der Debatte verschärfen, muss gerade der Sport seine Position in der Mitte der Gesellschaft nutzen, um seine integrative Kraft auf und außerhalb des Spielfeldes zu entfalten.