Kerbein: Anti-Doping-Gesetz - Strafrecht nicht das geeignete Mittel

Zur Verabschiedung des Anti-Doping-Gesetzes durch den Deutschen Bundestag erklärt der sportpolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion Nordrhein-Westfalen, Björn Kerbein:


Doping schädigt das Ansehen des Sports und schmälert die ehrlichen Erfolge. Ein konsequentes Vorgehen gegen Dopingsünder und systematisches Doping ist zwingend erforderlich. Das Strafrecht ist jedoch nicht das passende Mittel, da es nicht dazu geeignet ist, gesellschaftliche Prozesse zu steuern. Fairness und Chancengleichheit bei sportlichen Wettbewerben und die Aufrechterhaltung der Integrität des Sports sind keine strafrechtlich zu schützenden Rechtsgüter.


Anstelle einer strafrechtlichen Verfolgung von Dopingvergehen brauchen wir vor allem eine ausreichende und langfristige Finanzierung der Anti-Doping-Agenturen und der Anti-Doping-Forschung.


Lange Sperren und Rückforderungen von Sponsoren- und Fördergeldern halte ich für deutlich abschreckender als mögliche Bewährungsstrafen. Daher sehe ich vor allem die Sponsoren, Verbände und Förderer des Sports in der Pflicht, individualvertraglich über Rückforderungsklauseln das Doping nachhaltig zu bekämpfen.“

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PR15-349 Kerbein - Anti-Doping-Gesetz S
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