Kerbein: Sport muss Dopingprobleme eigenverantwortlich lösen

Zur Suspendierung der russischen Anti-Doping-Agentur Rusada und weiterer nationaler Anti-Doping-Agenturen durch die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA erklärt der sportpolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion Nordrhein-Westfalen, Björn Kerbein:

 

„Die Suspendierung der russischen Anti-Doping-Agentur ist nach dem Ausschluss des russischen Leichtathletikverbandes durch die IAAF ein weiterer Schritt in die richtige Richtung. Systematisches Doping darf der Sport nicht tolerieren. Eine sportinterne Aufklärung und Sanktionierung stärkt die Autonomie und die Glaubwürdigkeit des Sports. Russland muss als Ausrichter der Fußballweltmeisterschaft 2018 ein Zeichen setzen und schnellstmöglich alle Bedingungen der WADA erfüllen. Das Verbot der WADA, während der Suspendierung internationale Wettkämpfe auszurichten, würde mittelbar auch Sportlerinnen und Sportler aus Nordrhein-Westfalen betreffen, die als Mitglieder einer Mannschaft oder Einzelbewerber an Wettkämpfen teilnehmen.

 

Eine funktionierende und unabhängige Anti-Doping-Agentur ist die Grundlage für einen sauberen und fairen Spitzensport. Wo keine funktionierenden Kontrollen stattfinden und Doping systematisch betrieben und vertuscht wird, dürfen keine internationalen Wettkämpfe stattfinden. Nur durch einen konsequenten Ausschluss betroffener Verbände lässt sich der Dopingsumpf langfristig austrocknen. Die Freien Demokraten begrüßen daher das Vorgehen der WADA und der IAAF. Eine glaubwürdige Aufarbeitung der Doping-Problematik aus dem Sport heraus ist, im Vergleich zum vom Bundestag beschlossenen Anti-Doping-Gesetz, die bessere Lösung.“

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PR15-359 Kerbein - Sport muss Dopingprob
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