Initiative: Erfolg des Schulschwimmens sicherstellen

Schwimmen ist nicht nur eine nette Freizeitbeschäftigung. Schwimmen zu können kann im Ernstfall Leben retten - nicht nur das eigene. Schwimmunterricht ist daher zu Recht Bestandteil des Lehrplans in unseren Grundschulen. Umso erschreckender, dass die Schwimmfähigkeit der Kinder seit Jahren zurückgeht. Um dieser Entwicklung entgegenzutreten, hat die FDP-Landtagsfraktion daher dieses wichtige Thema in die politische Debatte eingebracht. Auf unsere Initiative hin wurde Anfang des Jahres eine Anhörung zu den Gründen für diese Entwicklung durchgeführt. Die Ergebnisse und Aussagen der Experten haben unsere Grundannahmen bestätigt und sind Grundlage eines weitergehenden und umfassenden Antrags.

Erfreulicherweise konnten wir auch die CDU-Landtagsfraktion davon überzeugen, mit einem gemeinsamen Antrag die Wichtigkeit unserer Initiative zu verdeutlichen. Ziel muss es sein, den Schwimmunterricht in den Grundschulen auf gesunde Füße zu stellen und dabei die Lehrkräfte vor Ort zu unterstützen und bestehende lokale Netzwerke zu erhalten.

 

Jedes Kind sollte schwimmen können. Um dieses Ziel zu erreichen, ist die Grundschule der richtige Ort. Unabhängig vom Einsatz und den Fähigkeiten der Eltern kann hier jedes Kind erreicht und schwimmsicher gemacht werden. Dafür, das haben die Ergebnisse der Anhörung gezeigt, bedarf es allerdings einiger grundlegender Änderungen im Schulschwimmen in den Grundschulen.

 

Zuallererst bedarf es einer verlässlichen anonymen Datengrundlage über die Schwimmfähigkeit der Kinder zu Beginn und zum Ende der Grundschulzeit. Nur so lässt sich überprüfen, ob getroffene Maßnahmen wirksam sind oder ihr Ziel verfehlen. Um die Schwimmfähigkeit zu erfassen, ist es zudem zwingend erforderlich, dass diese auch klar definiert ist. Wir setzen uns daher dafür ein, die Erlangung des Jugendschwimmabzeichens Bronze als verbindliche Definition in den Lehrplan Sport der Grundschulen aufzunehmen.

 

Die Anhörung hat darüber hinaus gezeigt, dass der Schwimmunterricht in den Grundschulen sinnvollerweise bereits in den ersten beiden Schuljahren stattfinden sollte, damit in den Klassen drei und vier nachgesteuert werden kann. Es hat sich auch gezeigt, dass gerade diese Nachschulungsangebote große Erfolge erzielen können. Diese sind aber stark von den örtlichen Gegebenheiten und dem Engagement Einzelner abhängig. Oft sind fehlende finanzielle Mittel der Grund dafür, dass die Kommunen die Probleme des Schulschwimmens nicht ausgleichen können. Hier ist es meiner Meinung nach erforderlich, dass die Landesregierung die Kommunen und unsere Kinder nicht im Regen stehen lässt. Dabei ist es uns aber wichtig, dass keine zentralen Projekte aus Düsseldorf bestehende Strukturen ersetzen, sondern gerade die lokalen Strukturen und Lösungsansätze unterstützt werden.

 

Den Antrag mit allen Forderungen finden Sie hier.